Happy women´s day

Stoppt die Voreingenommenheit

Am 8. März schauen alle auf die Ladies! Und das ist gut so, denn dies ist der internationale Weltfrauentag. Oft hören wir auch Stimmen wie „Sollten wir an die Rechte der Frauen nicht jeden Tag denken?“ Doch, natürlich. Aber das eine, ein Tag der sich voll und ganz dem Thema widmet, schließt ja ein dauerhaftes Bewusstsein nicht aus.

Dieses Jahr heißt das Motto der UN „Break the Bias“, sprich: „Stoppt die Voreingenommenheit!“ Für mich würde ich es noch ein bisschen anders formulieren wollen: „Auf das ich meine Voreingenommenheit endlich ablege!“

Denn wenn ich andere dazu auffordere, muss ich mir doch zunächst ganz sicher sein, dass ich es nicht bin. Und ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, ich kann das nicht gänzlich von mir weisen. „Bitte zieh die Mütze an!“ ist so ein Beispiel aus einem anderen Kontext.
Streng genommen bin ich meinem Teenager Jungen so voreingenommen gegenüber, dass er die Kälte auf seinem Kopf nicht selbst einschätzen kann. „Aaaaaah komm!“, rufen Sie jetzt und vielleicht hinkt der Vergleich zu dem, was die UN will. Aber ich glaube, es fängt im Kleinen an. Wir kommen vermutlich nicht weit, wenn wir nur andere zur Verhaltensänderung aufrufen, wenn ich nicht bei mir anfange. In meinem beruflichen Kontext, abseits des Mama Da-seins, erlebe ich Frauen, die sich aufgrund von Voreingenommenheiten schneller drehen müssen. Sie werden kritischer beäugt, schneller in Schubladen gesteckt. Und wenn das 400 mal passiert, gehe ich selbst beim 401. Mal davon aus, dass das passieren wird. Daher ist mein Ansatz, Ladies, lasst uns den Reset Knopf drücken und zwar in alle Richtungen. Geht einfach davon aus, dass es Voreingenommenheit EUCH gegenüber nicht gibt. Nehmt Euch selbst aus einem Selbstverständnis wahr, was kein Raum für Zweifel gibt. Und gleichzeitig: Lasst uns auch nicht Kollegen/Chefs/der Gesellschaft voreingenommen gegenüber sein, weil es vielleicht einige sind. Wir sind die Gesellschaft und wir machen den Anfang!

Ein Beispiel von einer Lady aus meinem Seminar:
„Mein Chef und ich waren zum Geschäftsessen beim Kunden. Dieser guckt uns beide an und sagt offensichtlich zu meinem Chef: ‚Ach, haben Sie ihr schmückendes Beiwerk wieder dabei?‘ Meine Antwort war: ‚Ich nenne ihn meistens nur CHEF, aber ja!“